• Skip to content

main

  • Projekte
  • Aktuell
  • Büro
  • Diskurs
  • WIMMöbel
  • Datenschutzerklärung
  • Zurück
  • Bauten
  • laufende Projekte
  • Wettbewerbe
LUKAS IMHOF ARCHITEKTUR GmbH
ETH SIA BSA

main

  • Projekte
    • Bauten
    • laufende Projekte
    • Wettbewerbe
  • Aktuell
  • Büro
  • Diskurs
  • WIMMöbel
  • Datenschutzerklärung

Header Widgets

Archiv

  • April 2026 (1)
  • März 2026 (1)
  • Februar 2026 (1)
  • Dezember 2025 (1)
  • Oktober 2025 (1)
  • September 2025 (1)
  • August 2025 (1)
  • Mai 2025 (2)
  • Februar 2025 (3)
  • Dezember 2024 (1)
  • Oktober 2024 (1)
  • September 2024 (1)
  • August 2024 (1)
  • Juli 2024 (1)
  • März 2024 (1)
  • Januar 2024 (1)
  • Dezember 2023 (1)
  • November 2023 (1)
  • Juli 2023 (1)
  • Mai 2023 (1)
  • März 2023 (1)
  • Dezember 2022 (2)
  • November 2022 (1)
  • Oktober 2022 (1)
  • Juli 2022 (1)
  • Juni 2022 (1)
  • April 2022 (2)
  • März 2022 (1)
  • Februar 2022 (2)
  • Januar 2022 (1)
  • November 2021 (2)
  • Oktober 2021 (2)
  • September 2021 (3)
  • Juli 2021 (2)
  • Juni 2021 (1)
  • Mai 2021 (3)
  • März 2021 (2)
  • Januar 2021 (2)
  • Dezember 2020 (2)
  • November 2020 (1)
  • Oktober 2020 (4)
  • September 2020 (6)
  • August 2020 (3)
  • Juli 2020 (2)
  • Juni 2020 (5)
  • Mai 2020 (1)
  • April 2020 (3)
  • März 2020 (4)
  • Februar 2020 (2)
  • Januar 2020 (5)
  • Dezember 2019 (2)
  • November 2019 (3)
  • Oktober 2019 (2)
  • September 2019 (5)
  • August 2019 (11)
  • Juli 2019 (8)
  • Juni 2019 (1)
  • Mai 2019 (5)
  • April 2019 (2)
  • März 2019 (7)
  • Februar 2019 (9)
  • Januar 2019 (10)
  • Dezember 2018 (1)
  • November 2018 (1)
  • August 2018 (1)
  • Juli 2018 (3)
  • Juni 2018 (2)
  • Mai 2018 (6)
  • April 2018 (6)
  • März 2018 (11)
  • Februar 2018 (5)
  • Januar 2018 (3)
  • Dezember 2017 (1)
  • November 2017 (6)
  • September 2017 (2)
  • August 2017 (1)
  • Juli 2017 (2)
  • April 2017 (1)
  • März 2017 (1)
  • Februar 2017 (1)
Posted on 28.09.2025

Zwei Kindergärten

 

Wir hatten uns vorgenommen, das nachhaltigste und einfachste Gebäude zu entwerfen, dass wir uns vorstellen konnten. Wir haben dafür eine interdisziplinäre Zielvereinbarung formuliert und uns hohe Ziele gesteckt: kein Zement, keine Leime, keine Schäume. Dauerhaft, aber komplett rückbau- und wiederverwendbar. Nur natürliche Materialien. Bilanziell energieautark. Einfacheste  Haustechnik. Erhalt der Bäume auf dem Areal. Wiederverwendung von vorhandenen Bauteilen.

Mit unserem Entwurf ERLA waren wir dann ganz glücklich. Auf Schraubfundamenten erstellt und komplett in Schnittvollholz konstruiert, mit Speichermasse aus Lehmziegeln und einer natürlichen Lüftung, die auch als Nachtauskühlung dient und für die wir mit raumhaltigen Kaminen den nötigen Druckunterschied erzielten. Ausserdem konnten wir zwei alte Bäume erhalten, die gefällt werden sollten. Und zumindest wir glaubten: schön waren die Räume auch. Und das Gebäude identitätsstiftend für den Ort.

Das Projekt wurde im Wettbewerb mit dem zweiten Platz ausgezeichnet und ein schönes, eher konventionelles Projekt eines örtlichen Architekturbüros zum Siegerbeitrag gekürt. Was in der Jury vor sich ging, darüber kann natürlich nur spekuliert werden – aber das identische Preisgeld für den ersten und den zweiten Platz ist zumindest aussergewöhnlich.

Auch der Jurybericht gibt leider keine Auskunft. Da ist viel von „Prinzen und Kapitäninnen, Ritterinnen und Bauersleuten“ oder auch von «gutmütigen Wächtern» die Rede, aber kaum von Architektur. Nur den Technikraum hätte sich die Jury, ohne weitere Begründung, zentraler im Gebäude gewünscht. (Warum auch immer. Das Haus hat ja kaum Technik und wo die Elektroeinführung stattfindet war kaum je Gegenstand von Juryentscheidungen. Es scheint sich eine Art gefühltes Haustechnikwissen zu handeln oder um eine typologisch-räumlich wirksame Spielform der Esoterik.) Und die Nebenräume, also Lager- und Putzräume, würden «abgefüllt» wirken. (???)

Eigentlich wird nur im Schlusssatz eine ernstzunehmende Kritik geäussert. Und zwar, dass sich das Projekt in „Formalismen verstricke“. Leider wird kein einziger dieser Formalismen benannt und ich stehe vor diesem Satz wie eine Comicfigur mit plakativ offenem Mund und ganz vielen, dick und gross gezeichneten Fragezeichen über dem Kopf. Es ist vermutlich das am wenigsten formalistische Projekt unserer zwanzigjährigen Bürogeschichte. Noch nie wurde so viel in einem unserer Entwürfe von Konstruktion und Haustechnik – von Luftströmen, Druckunterschieden, Wurzelräumen, Speichermassen, rohen Materialien, Schnittholzlängen und mechanischen Holzverbindungen – definiert.

Wie auch immer. Es ist nicht unüblich, dass ein Jurybericht mehr verschleiert als erklärt – und aus Niederlagen gilt es zu lernen. Vor allem aber sind die Erfahrungen, Gedanken und Ideen auch von nicht realisierten Projekten die Grundlage des nächsten, besseren Entwurfs.

Mit den Gedanken und Absichten aus dem Projekt in Wil machten wir uns also an unseren nächsten Kindergartenentwurf. Wir erweiterteten die Zielvereinbarung um die Absicht, eine vielfältig umnuztbare Struktur zu schaffen, um zukünftige Entwicklungen in pädagogischen Konzepten und Bedürfnissen abbilden zu können. So wurde das Grundkonzept des Kindergartenentwurfs in Wil um eine repetitive, gerasterte Stützenstruktur erweitert, welche auf dem Raster der Tiefgarage beruht und einen direkten Lastabtrag ohne Abfangdecke ermöglicht. Innerhalb diese gerasterten Systems gibt es keine tragenden oder aussteifenden Wände, sodass in Zukunft eine grosse Zahl von Nutzungen möglich ist.

Auch mit diesem Entwurf waren wir sehr glücklich. Diesesmal aber auch die Jury und die Bauherrschaft – und wir hatten das Glück, das Verfahren gewinnen zu können. Heute nun hat die Volksschulgemeinde Bottighofen den Baukredit über knapp 10‘000‘000 Sfr. mit 65% JA-Stimmen angenommen. Wir freuen uns sehr über dieses Resultat, das Vertrauen der Bevölkerung und die nun kommende Umsetzung unseres Projektes.

 

Post navigation

Previous
Next
 

Follow us

x