Am Montag, dem 18.11.2019 darf ich im Rahmen der Veranstaltung „SIA im Architekturforum“ mit Beat Consoni und moderiert von Deborah Fehlmann über Baukultur in der Ostschweiz diskutieren. Mehr dazu auf der Seite des Architekturforums Ostschweiz.

Wo Architektur Forum Ostschweiz, Davidstrasse 40, St. Gallen
Wann 18.11.2019, 19.30Uhr

Aus der Ankündigung des AFO: „Die beiden Thurgauer Architekten Beat Consoni und Lukas Imhof referieren und diskutieren. Beide (…)setzten sich auf vielschichtige und konsequente Weise für die Baukultur (…) in der Ostschweiz ein. Sie sprechen nicht primär von ihren Bauten, sondern vielmehr von selbstbewusstem Einfügen in vorhandene Bebauung und vom Ordnen städtebaulicher Strukturen. Consoni wie auch Imhof engagieren sich in den Berufsverbänden, pflegt die Kommunikation und suchen die Auseinandersetzung. So gelingt es ihnen, Baukultur zu kultivieren und gekonnt und gezielt Einfluss zu nehmen. Ihre Beiträge als Berater und Experte fördern nicht nur die Kultur, sondern zeigen auch, dass Baukultur mehr ist als nur Architektur zu gestalten.“

Bildnachweis: Edition Panorama Mannheim, Architekt Beat Consoni

im Rahmen des Symposiums typus & adaption, standard & variation halte ich einen Vortrag über Midcomfort an der Hochschule München, danach findet eine Diskussionsrunde mit Ingrid Breckner, Nils Buschmann, Karin Schmid und mir statt.

Zeit: 14. November 2019, 17:15 Uhr
Ort: Hochschule München, Karlstraße 6, Aula

Näheres dazu hier (pdf).

 

Es war letztes Wochenende, als sich genau in dem Moment, als die Sonne weich durch einen weit entfernten Obstbaum schien, ein Hund – ein Bild von einem Hund! – auf die Plattform vor unserer Trafostation (mehr dazu demnächst) stellte. Und zwar so, dass ich ihn in Photoshop nicht hätte perfekter hätte anordnen können. Der Moment war nach zwanzig Sekunden vorbei. Aber Hannes Heinzer hatte in diesem Moment seine Kamera gerade richtig eingestellt und ausgerichtet.

Disclaimer: Das Bild wurde zwar in Photoshop angepasst (Belichtung, Ausschnitt), aber der Hund wurde nicht in Photoshop eingefügt! 

Nachtrag 22.10.2019 – Das zum Bild gehörige Projekt ist jetzt online.

Morgen findet im Architekturforum Bern die erste Veranstaltung der Reihe «Analoge Architektur» [PDF]  statt. Ich werde einen Vortrag zur Entstehung der Analogen Architektur halten, Caroline Fiechter einen zu Ihrer Arbeit. Danach werden wir noch ein Gespräch zu unserem Verhältnis zur Analogen Architektur führen. Aus gut unterrichteten Kreisen habe ich gehört, das Miroslav Šik vermutlich ebenfalls anwesend sein wird –

Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr im Kornhausforum Bern, Stadtsaal. Danach Apéro –

Erweiterung, Umbau und Aufstockung
SCHULHAUS AM EKKHARTHOF

 

Wir freuen uns, Euch den fertigen Bau mit der farbigen Eingangshalle zeigen zu dürfen.
Auch das Gemeinschafts- und Gastrogebäude wird noch einmal zur Besichtigung geöffnet sein.

Samstag, 12. Oktober 2019, von 11 bis 16 Uhr
Ekkharthof, Rütelistrasse 2, 8574 Lengwil

Anreise mit dem Auto:
über Kreuzlingen nach «Rütelistrasse 2, Lengwil», Parkplätze sind vorhanden.

Anreise mit dem ÖV:
mit dem Zug nach Weinfelden oder Kreuzlingen, von dort mit dem Bus nach «Lengwil Ekkharthof».

Lukas Imhof
Carlos Wilkening
Carmen Diaz-Maroto Rivas

(Druckbare Einladung, PDF, 1.9MB)

Das dreitägige Herbstfest zur Einweihung des neuen Ekkharthofs war ein überwältigender Anlass. Das offizielle Festessen mit 300 geladenen Gästen am Freitagabend im schön dekorierten Zirkuszelt war wunderbar und ein würdiger Abschluss der 5-jährigen Planungs- und Bauzeit. Für die hochkarätige musikalische Umrahmung war das Dani Felber Quartett da, das wunderschön von Liza Doby begleitet wurde.

Am Samstag wurde der neue Ekkharthofplatz mit einem Markt eingeweiht, das erweiterte, aufgestockte und umgebaute Schulhaus stand erstmals zur Besichtigung offen und verschiedenste Aktivitäten und grossartiges Essen zogen Hunderte an. Und am Ende dieses sonnigen Herbsttag war das Konzert der grossartigen STEFF LA CHEFFE ein grandioser Höhepunkt. (Lia steht für Lukas Imhof Architektur…)

Zur gestrigen, offiziellen Einweihung des Kindergartens in Zihlschlacht haben die beiden Kindergärtnerinnen Kordula Hasler und Melanie Iantosca ein Lied über unser Häuschen geschrieben, das einige Eigenschaften des Entwurfs sehr schön beschreibt. Die Kindergartenkinder haben es vorgetragen, bevor sie zusammen das Band vor den beiden Eingängen durchschnitten. Wir waren erfreut und gerührt!

De neui Chindi judiheeee,
cha me vo ganz wiitem scho gseh!
Er hett e schö rot spitzigs Dach,
doch isch de Vorplatz defür flach.
Und wenn me döt stoht, chunnt die grossi Frog:
Bi welere Türe, dass me inne goht.

Gosch zu de rechte Türe ii,
a de Gaderobe laufsch verbii;
tuesch nachher d’Stege abe go,
blibsch uf em rote Bode stoh
und luegsch döt ume – findsch es famos:
de under Chini isch grandios

Und machsch die linggi Türe uf;
denn gohts zwei Stöck d’Stege duruf
und chunsch denn z’alleroberst aa
de Bode isch blau unne dra.
Viel Holz und d’Ussicht – es isch genial:
de ober Chindi isch phänomenal!

Mir chönd do inne ganz viel mache:
spiele, tanze, bastle, lache.
Üs isch es wohl i dene Wänd,
mir hend grad alles wo mir wönd,
drum seged mir Danke, Danke liebe Lüt!
De Chindi vo Zihlschlacht isch nüme nüt,
Danke ihr Lüt, s’isch nüme nüt, Danke Ihr Lüt!

Am letzten Samstag hat die Bauherrschaft ihr Franz und Hektor für die Dorfbevölkerung zur Besichtigung geöffnet – ein schöner Anlass für ein Haus, dass direkt am Dorfplatz steht. Und bereits hat die Bauherrschaft begonnen, das Haus zu beleben: Auf der Laube blühen schon Tomaten- und andere Sträucher – noch schöner, als wir es uns vorgestellt haben!

Die Beleuchtung unseres kleinen Pavillons wurde auf den ersten Blick widersinnig montiert – nämlich sehr nahe unterhalb der Streben, die das Dach stützen. Dies in der Absicht, dass die räumlich-statische Struktur des Gebäudes Schatten auf die Decke wirft und sich so selbst nachzeichnet. Nachdem wir die 12 Leuchten von Hand richtig justiert hatten, ergab sich der gewünschte Effekt.

Für den kleinen Pavillon am Waldrand haben wir uns eine Lowtech-Lüftung ausgedacht, die auf natürlicher Konvektion beruht: Unter der Bodenplatte verlaufen Zuluftleitungen, die ausserhalb des Gebäudes in einem Schacht, innerhalb des Gebäudes in der Raummitte enden. Unter dem Dach des Pavillons sind drei kleine Fenster angeordnet, die automatisiert geöffnet werden können. Durch den Höhenunterschied von rund 6 Metern entsteht eine Luftbewegung nach dem Prinzip der natürlichen Konvektion («Kamineffekt»).

Für die Lüftungsaulässe haben wir uns, dem robusten Zweck des Pavillons entsprechend und ihrer ornamenalen Wirkung wegen, für die schönen Gussdeckel der Firma ACO Passavant entschieden. Diese sind radial um die Schale der Feuerstelle angeordnet. Lange haben wir darüber gerätselt, ob eine Anordnung mit fünf Deckeln (oder einer andern ungeraden Zahl) besser wäre. Nicht ohne eine gewisse Unsicherheit haben wir schliesslich für die technisch notwendige Anzahl von vier Auslässen entschieden.

Die Referenz dazu haben wir erst nachträglich im Mosaik einer Kirche in Graubünden gefunden – und sind nun etwas beruhigt.