Am letzten Samstag hat die Bauherrschaft ihr Franz und Hektor für die Dorfbevölkerung zur Besichtigung geöffnet – ein schöner Anlass für ein Haus, dass direkt am Dorfplatz steht. Und bereits hat die Bauherrschaft begonnen, das Haus zu beleben: Auf der Laube blühen schon Tomaten- und andere Sträucher – noch schöner, als wir es uns vorgestellt haben!

Die Beleuchtung unseres kleinen Pavillons wurde auf den ersten Blick widersinnig montiert – nämlich sehr nahe unterhalb der Streben, die das Dach stützen. Dies in der Absicht, dass die räumlich-statische Struktur des Gebäudes Schatten auf die Decke wirft und sich so selbst nachzeichnet. Nachdem wir die 12 Leuchten von Hand richtig justiert hatten, ergab sich der gewünschte Effekt.

Für den kleinen Pavillon am Waldrand haben wir uns eine Lowtech-Lüftung ausgedacht, die auf natürlicher Konvektion beruht: Unter der Bodenplatte verlaufen Zuluftleitungen, die ausserhalb des Gebäudes in einem Schacht, innerhalb des Gebäudes in der Raummitte enden. Unter dem Dach des Pavillons sind drei kleine Fenster angeordnet, die automatisiert geöffnet werden können. Durch den Höhenunterschied von rund 6 Metern entsteht eine Luftbewegung nach dem Prinzip der natürlichen Konvektion („Kamineffekt“).

Für die Lüftungsaulässe haben wir uns, dem robusten Zweck des Pavillons entsprechend und ihrer ornamenalen Wirkung wegen, für die schönen Gussdeckel der Firma ACO Passavant entschieden. Diese sind radial um die Schale der Feuerstelle angeordnet. Lange haben wir darüber gerätselt, ob eine Anordnung mit fünf Deckeln (oder einer andern ungeraden Zahl) besser wäre. Nicht ohne eine gewisse Unsicherheit haben wir schliesslich für die technisch notwendige Anzahl von vier Auslässen entschieden.

Die Referenz dazu haben wir erst nachträglich im Mosaik einer Kirche in Graubünden gefunden – und sind nun etwas beruhigt.

Zur Abrundung eines erfreulichen Wochenendes hat die SonntagsZeitung einen Text von Lilia Glanzmann über unser Gastronomiegebäude veröffentlicht.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Primarschulgemeinde Münsterlingen haben mit 78% Ja-Stimmen (pdf des Abstimmungsprotokolls, 0.5MB) den Baukredit für unseren Schulhausanbau bewilligt. Wir freuen uns sehr auf die Aufgabe und danken der Gemeinde für das Vertrauen.

Wir freuen uns sehr über einen gewonnenen Wettbewerb! Demnächst mehr dazu..

 

Wenn man eine Stütze aus betrieblichen Gründen nicht scharfkantig machen kann, kann man die obligaten Dreikantleisten in einem etwas grösseren Format wählen, sie unten und oben schräg anschneiden und schon hat man eine Stütze mit einer angedeuteten Basis und einem angedeuteten Kapitel.
(Umbau Hauptgebäude Ekkharthof)

 

 

Es ist eine Freude, der Spezialistin und dem Spezialisten der Firma Kradolfer Gipserhandwerk bei der Arbeit an der Eingangshalle des Schulhaus am Ekkharthof zuzuschauen. Der Auftrag des Stucco erfolgt in drei Arbeitsgängen und erfordert einiges an Wissen und Übung. (Die Versuche, die wir an einem Musterwandstück selbst durchgeführt haben, endeten jämmerlich und wurden nicht dokumentiert.) Es entsteht eine durchgefärbt, glatte, dichte und leicht glänzende Oberfläche, die farblich nicht ganz homogen ist. Das triangulierte Gewölbe, das komplett in blaugrün gehalten ist, ist bereits fertiggestellt und jetzt schon, auch durch das Innengerüst betrachtet, erfreulich. Nun geht es weiter mit den farbigen Wandfeldern.

Nach 5 Jahren planen und warten geht es ab dieser Woche los mit der farbigen Eingangshalle. Wir sind gespannt, erfreut und auch ein bisschen nervös.

Die Kalkpresstechnik der Oberflächen wurden von der Firma Kradolfer Gipserhandwerk in Weinfelden entwickelt. Es handelt sich um eine für dieses Projekt modifizierte Form des Stucco Veneziano oder Marmorino. 
(Mehr dazu später-)