Update 22.09.2020

Swiss Meteo kündigt für Freitag Regen bei 11°C an. Wir werden also drin feiern müssen – und aufgrund der aktuellen Situation alle Kontaktdaten erfassen. Desinfektionsmittel und Masken stehen zur Verfügung. Wir werden, sollte es denn nötig sein, dafür sorgen, dass nicht mehr als 100 Personen in den Räumen sein werden. Wir bitten alle Gäste um verwantwortungsvolles Verhalten und die Angehörigen von Risikogruppen um besondere Vorsicht. 

Für alle, denen das Risiko zu gross ist oder die aus anderen Gründen nicht dabei sein können, werden wir um 18.30Uhr auf dem grossen Monitor im Sitzungszimmer ein Zoom-Meeting übertragen, sodass wir wenigstens digital anstossen können. 


Wir laden Euch herzlich ein, mit uns auf unsere neuen Büroräumlichkeiten anzustossen!
Und zwar am

Freitag, 25.09.2020
ab 17:00 Uhr

an der Seestrasse 367 in Zürich Wollishofen.

Das Catering macht der Ekkharthof zusammen mit dem 4-Linden-Traiteur der Zürcher Eingliederung – unsere bewährten Partner auch für unsere kleine Möbelfirma WIMM.

Anreise mit Tram N°7 bis Post Wollishofen, mit der S8, der S24 oder dem Bus N°70 bis Bahnhof Wollishofen – oder mit dem Kursschiff N°3731 bis Zürich Wollishofen See.

Wir hoffen auf schönes Wetter, sodass wir hauptsächlich im Garten sein können. Eine Liste für Kontaktdaten wird aufliegen und wir bitten alle Gäste, sich einzutragen.

Am kommenden Wochenende ziehen wir, nicht ohne Bedauern, aus unserem langjährigen, aber zu eng gewordenen Domizil an der Sihlfeldstrasse 10 an die Seestrasse 367 nach Wollishofen.

Unsere neue Adresse lautet:

Lukas Imhof Architektur GmbH
Seestrasse 367
8038 Zürich

Wir bitten alle, ab nächster Woche die neue Adresse zu verwenden. Und gleichzeitig um Nachsicht, falls in den ersten Tagen das eine oder andere noch nicht reibungslos funktionieren sollte.

Wir freuen uns, Sie darüber orientieren zu dürfen, dass Jean-Brice de Bary, Architekt M.A. ZHAW, ab dem 01.09.2020 zum Associate und Mitglied der Geschäftsleitung der Lukas Imhof Architektur GmbH ernannt worden ist.

Jean-Brice ist Jahrgang 1981. Nach der Berufslehre zum Konstrukteur absolvierte er sein Bachelorstudium an der BFH und das Masterstudium an der ZHAW, das er im Jahr 2011 abschloss. Von 2012 bis 2014 arbeitete er bei Darlington Meier Architekten in Zürich. Seit 2014 ist er bei der Lukas Imhof Architektur GmbH tätig.

Er hat verschiedene Projekte, Wettbewerbe und Studien in unserem Büro verantwortlich betreut und ist in die wichtigen Entscheide des Büros seit längerem einbezogen. Mit seinem Wissen und seiner Erfahrung in den Bereichen Architektur und Konstruktion, Projektsteuerung und Realisierung sowie seinem entwerferischen Talent wird er unsere Geschäftsleitung auf gewinnbringende und vielfältige Weise verstärken.

Ich freue mich, dass die Verantwortung für unsere Arbeit nun breiter abgestützt ist und so auch unsere Kapazität erweitert wurde.

Allen unseren Geschäftspartnerinnen und -partnern danken wir für das bisher entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

(hintere Reihe, zweiter von rechts: Jean-Brice de Bary)

Es war, der zufälligen Namensähnlichkeit zum Trotz, weniger das hinlänglich bekannte Haus am Horn, das uns als Referenz zum raumbildenden Prinzip des Kindergartens in Horn diente. Vielmehr hatten wir beim Entwurf vermutlich einfach die gleichen Bilder im Kopf wie Georg Muche: Das von der Arts-and-Crafts-Bewegung aufs europäische Festland transferierte Grundriss- und Schnittmotiv der zentralen, überhohen Halle, um die verschiedene Raumnischen, Neben- und Erschliessungsräume angegliedert sind. Ein äusserst beliebtes, fast obligatorisches Prinzip der Reformarchitektur in Deutschland bzw. des Heimatstils  in der Schweiz. (Kennt man diese Räume, wird übrigens auch der heilige Adolf Loos etwas menschlicher: Viele seiner raffinierten Raumpläne haben ihre Vorbilder ebenfalls in der Arts-and-Crafts-Bewegung.) Auch der gleichermassen gliedernde wie schmückende Einsatz von kräftigen Farben, den wir hier versuchen, kommt in diesen Referenzen exzessiv vor.

So entwarfen wir im Sommer 2014 einen zentralen Raum mit grosszügiger Höhe, um den sich verschiedene Nebenräume so angliedern, dass zwischen Hauptraum und Fassade vermittelnde Nischen bilden, die als Bastelnische, Familiennische, Fensternische und Küche dienen. Und freuen uns, dass wir im Herbst 2020 die Arbeiten an diesem Projekt weiterführen dürfen.

Der architektonische Ausdruck übrigens und seine Anleihen an die Sprache der 1960er Jahre ist der Tatsache geschuldet, dass der Bau Teil des Ensembles aus Mehrzweckhalle, Hauswartsbungalow und Kindergarten ist. Wir hoffen aber, dass es uns gelungen ist, mit einem raumbildenden Prinzip des beginnenden 20sten Jahrhunderts, einer Architektursprache der späten Moderne und den Anforderungen einer heutigen Pädagogik etwas Neues zu schaffen.

Aber was ich eigentlich sagen wollte: Die neue Projektseite ist online. 

(Alle historischen Abbildungen aus: Moderne Bauformen: Monatshefte für Architektur und Raumkunst, Stuttgart 1911)

 

 

Wir freuen uns sehr darüber, die Produktionsanlage der Appenzeller Alpenbitter AG erweitern zu dürfen. Entstanden ist das Projekt aus einem Wettbewerb im Herbst letzten Jahres – nun wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt und wir haben die Arbeit am Vorprojekt aufgenommen.

Nachtrag 07.September 2020
Swiss Architects hängt die Messlatte hoch:
„Bauten für Ricola waren sozusagen der stepping Stone zu Grösserem für Herzog & de Meuron. (…) Ob der Appenzeller Alpenbitter Lukas Imhof in ähnlichem Masse voranbringen wird?“
Wir werden uns Mühe geben.

Und bedanken uns für die Beschreibung, dass unser Projekt „ebenso elegant wie diskret“ sei.

Nachtrag 10.September 2020
Die Projektseite ist online.

Nächstes Wochenende finden die Tage des Denkmals zum diesjährigen Thema „Weiterbauen“ statt. Es können viele Bauten besichtigt werden, die sonst nicht zugänglich sind – noch dazu mit fachkundiger Führung. Hier das schweizweite Programm, hier die Broschüre zum Download. Auch wenn in dieser Broschüre Führungen von einem Peter Imhof versprochen werden, werde ich es sein, der die Führungen zu unserem Ersatzbau für eine Scheune zusammen mit der Projektleiterin Dominque Knüsel anbieten wird. Unser Wohnhaus „Franz und Hektor“, das anstelle einer alten Scheune (und teilweise aus ihren Teilen) gebaut wurde, wird für das Publikum geöffnet sein.

12.09.2020, 15.30 Uhr
13.09.2020, 11.00 und 15.30 Uhr

Anmeldung per Mail an heinz.reinhart@tg.ch bis 11.9.2020.

3./3./2./3./2. – so die Preise unserer letzten fünf Wettbewerbsbeiträge. Es ist manchmal nicht einfach, optimistisch zu bleiben – zumal sich dieses Wochenende auch noch der Sommer mit geradezu unangenehm zur Schau gestellten Deutlichkeit verabschiedet. (Regen, 15° am Samstag).

Unser Beitrag für den Neubau des Verwaltungsgebäudes in Appenzell gewinnt nun also den 2.Preis und den 2.Rang. Immerhin wird dem Projekt ein „subtil gestalteter Ausdruck“ und eine „glaubwürdige Überlagerung eines modernen Bürobaus mit Elementen der lokalen Bautradition“ attestiert. Mehr dazu demnächst im Projekte-Menu.

Und Gratulation an das siegreiche Team von Cukrowicz Nachbauer aus Österreich!

 

Im Rahmen von „Swiss Performance 2020“ findet am kommenden Donnerstag, dem 20.August, im KOSMOS die Veranstaltung „Swiss Live Performance 2020“ als PechaKucha-Abend statt. Ich bin eingeladen, dort 400 Sekunden über das Schulhaus am Ekkharthof zu reden.

Jenny Keller, die nicht nur Redakteurin bei werk, bauen + wohnen ist, sondern auch einen Abschluss als PechaKucha-Instruktorin hat, hat mir folgendes empfohlen: „Rede möglichst wenig über Dein Haus und möglichst viel über alles andere. Sonst wird es langweilig.“ Ich werde darum den Vortrag mit dem Schnitt der Villa Gazzotti von Palladio beginnen und mit dem Bild einer Fliege beenden. Dazwischen weiss ich noch nicht, aber ich arbeite daran.

Nachtrag 19.08.2020: Mittlerweile weiss ich, was dazwischen kommt. Aber erstaunlich, wie lange es braucht, so kurz über ein Haus zu reden. 

  • Kosmos, Lagerstrasse 104, 8004 Zürich
  • Donnerstag, 20.08.2020, 18.00Uhr
  • Tickets

„Die insgesamt 21 Wohnungen mit ungewöhnlicher Anordnung und verschiedenen Ebenen innerhalb bieten sich einem speziellen Mieterkreis an. Ob diese urbane Wohnform in Herisau genügend Interessenten findet, müsste sich zeigen.“ (Aus dem Jurybericht)

Es wird sich aber leider nicht zeigen, weil der Versuch nicht unternommen wird. Ob unsere Wohnungen tatsächlich besonders „urban“ sind? Sie bieten sich doch lediglich dazu an, von der Bewohnerschaft interpretiert und adaptiert zu werden. Und sie bieten, ohne Umbaumassnahmen, ein Gefäss an, das für verschiedene Lebensformen – von junge Familien mit vielen Kindern, ältere Familien mit Teenagern, nachfamiliäre Paaren, Patchwork-Familien, Wohngemeinschaften, Alterswohnungen und vielen weiteren – genutzt und in Beschlag genommen werden könnten. Nachdem eine Siedlung, die gerade mal eine Generation lang funktioniert hat, abgerissen werden soll, weil ihr hochfunktionalen, extrem determinierten Grundrisse den heutigen Lebenswelten nicht mehr entsprechen, schien uns das Pflicht im Sinne der Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit zu sein. Und wir vermuteten, dass gar nicht alle 15’745 Bürgerinnen und Bürger von Herisau komplett „unurban“ leben – und dass sich ein solch „spezieller Mieterkreis“ auch in Herisau gefunden hätte.

Immerhin hat unser Projekt bei der Bauherrschaft reghafte Diskussionen ausgelöst und unsere Bemühungen wurden mit einem zweiten Rang ausgezeichnet…