Im Treppenauge hing seit der Bauzeit ein aufwändiges Gestänge, bestückt mit schneckenförmigen Leuchtkörper aus Plexiglas – eine mehrgeschossige Leuchtinstallation. Eigentlich ein interessantes Element und wir brauchten einige Zeit, um uns überwinden zu können, es zu demontieren. Doch jetzt, wo das Baugerüst entdlich demontiert werden konnte, zahlt sich der Entscheid, die Leuchten zurückhaltender an Wände und Decken zu montieren, mit räumlicher Grosszügigkeit und einer verbesserten Wahrnehmbarkeit des Treppenauges und der gesamten „Treppenskultpur“ aus. Die blaue Lasur, die gegenläufig zum Zenitallicht nach unten hin immer dünner aufgetragen und damit heller wird, verstärkt in der Art der Luftperspektive die optische Tiefe des Hauses.

(Umbau Hauptgebäude am Ekkharthof)

 

Wir sind ab sofort im Home Office… Mit einer gut funktionierenden VPN-Lösung und einem neuen Kollaborationstool bleiben wir leistungsfähig.

Die meisten Telefonnummern sind umgeleitet, so bleiben wir erreichbar. Dennoch bitten wir um Nachsicht, sollte einmal jemand das Telefon nicht abnehmen. Wir lesen alle unsere Mails und rufen immer zurück.
Sollte die Kommunikation einmal nicht klappen, ist Lukas Imhof direkt auf 076 393 82 13 erreichbar.

 

 

 

Wir haben uns sehr über die Publikation des Ekkharthofes im Hochparterre 03/20 gefreut. Florian Rietmann hat es geschafft, auf wenig Platz vieles über das Projekt zu sagen.
Allerdings müssen wir folgende Korrigenda und Ergänzungen anbringen:

  • Das grosse Bild der farbigen Halle ist von Lucas Peters.
  • Das kleine Bild vom Speisesaal ist von Hannes Heinzer.
  • Von Hannes Henz, der im Artikel als Photograph vermerkt ist, ist hingegen keines der Bilder
  • Der Situationsplan und damit die Gestaltung der Umgebung sind vom Landschaftsarchitekten Markus Cukrowicz.
  • Dass die Möbel vom „Team um Lukas Imhof“ entworfen wurden, muss man präzisieren: Der Entwurf des Stuhls stammt allein vom Projektleiter Carlos Wilkening, der Tisch wurde von ihm und mir zusammen entwickelt.

 

 

Der exentrische englische Landschaftsarchitekt Batty Langley (1696-1751) muss fasziniert gewesen sein von der Gotik, war er doch einer der ersten und einflussreichsten Gestalter der so genannten Gothick, einer Wiederentdeckung der Gotik, die in England bereits im 18ten Jahrhundert begann. Allerdings war ihm, bei aller Faszination, die Gotik dann doch noch nicht gut genug. Und so publizierte er 1742 einen (wunderschönen) Bildband mit Vorschlägen, wie man die Gotik verbessern könnte: Gothic Architecture, improved by Rules and Proportions. 

Eine der darin enthaltenen Zeichnungen baute Langley später, leicht abgewandelt, als Folly in einen der ersten englischen Landschaftsgärten, den Painhill Park. Ich kannte dieses Gebäude nicht, als wir den kleinen Pavillon für die AVA Altenrhein entwarfen – aber die Parallelen sind verblüffend.

Nicht alle waren übrigens begeistert von diesem unverkrampften Umgang mit der gotischen Architekturgeschichte. Horace Walpole, der viertel Earl of Orford (1717-1797), besuchte 1761 den Park und kommentierte den Pavillon wie folgt:

Went again to Mr Charles Hamilton’s at Payne’s hill near Cobham, to see the Gothic building & the Roman ruin. The former is taken from Battey Langley’s book (which does not contain a single design of true or good Gothic) & is made worse by pendent ornaments in the arches, & by being closed on two sides at bottom, with cheeks that have no relation to Gothic. The whole is an unmeaning edifice. In all Gothic designs, they should be made to imitate something that was of that time, a part of a church, a castle, a convent, or a mansion. The Goths never built summer-houses or temples in a garden. (zitiert nach: Paget Toynbee, ‘Horace Walpole’s Journals of Visits to Country Seats‘, gefunden hier.)

(Wie ich darauf komme? Sandra Depner befragte mich für eine Publikation in der nächsten Ausgabe des Magazins FIRST. Da erwähnte ich den Bautypus des Folly als Referenz und fand dann, als ich mich zum Thema ein bisschen sattelfester machen wollte, nachträglich diese eigenwillige Referenz.)

 

 

Heute wurde das Gerüst bei einem der vier Stapelmischbehälter abgebaut und die neue, gedämmte Holzfassade wurde zum ersten Mal sichtbar!
Im „Innenhof“ der vier Türme werden neue Technikräume eingebaut, welche eine eigene räumliche Faszination entwickeln.

(Die Gesamtansicht ist freilich eine Photomontage. Erst der linke der beiden Türme ist fertig verkleidet.

Der Windfang für die neue Eingangshalle des Ekkharthofs wurde in einer handwerklichen Präzision gebaut, an die wir uns von der Spenglerei Schnyder bereits gewohnt sind, die aber leider nicht selbstverständlich ist. Und am Schluss sieht alles ganz einfach und logisch aus und die ganzen Mühen der Planung verblassen hinter der Schönheit des Gebauten.

Die Plandarstellungen von David Brückmann des Pavillons am Waldrand sind so hübsch, dass sie einen Hinweis verdienen: Sie sind nun online.

Herzlich gelacht haben wir über die Bildunterschrift in der NZZ am Sonntag vom vergangenen Wochenende. Dort wurde im Rahmen eines ganzseitigen Artikels über die Fischzucht auf dem Areal der AVA Altenrhein berichtet und nebenbei unser kleiner Pavillon abgebildet – und in der Bildunterschrift machte sich jemand die Mühe, darauf hinzuweisen, dass unser Pavillon nicht „Drei Zuchtbecken à 12 Kubikmeter“ ist, sondern dass diese links davon zu finden sind…