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Co-Substratannahme AVA Altenrhein

Die bestehende Cosubstratannahmestelle des AVA Altenrheins wurde umgebaut und mit einer zweiten Linie erweitert, zudem mit einem Lagergebäude erweitert.

Eine bauliche Besonderheit stellt das in die Anlage integrierte Lagergebäude dar. Es wurde auf einem bestehenden, nicht mehr genutzten Havariebecken errichtet und nutzt dieses als Fundament. So kann das Becken erhalten und zu einem späteren Zeitpunkt einer neuen Nutzung zugeführt werden. Ansonsten handelt sich bei dieser Anlage im Wesentlichen um eine sehr grosse Maschine. Die zu schützenden Maschinen und die technischen Bedingungen – etwa die Kipphöhe eines Lastwagens – führt zu einer skulpturalen Volumetrie, die mittels einer Holzfassade gegliedert und mit einem Vordach geschützt und so ins architektonische Gesamtkonzept der AVA Altenrhein integriert wurde.

Zum Zweck des Gebäudes: In Betrieben der Lebensmittelindustrie fallen organische Stoffe an, die nicht verwertet, aber aufgrund ihres hohen Wassergehaltes auch nicht verbrannt werden können. Für derartige Abfälle ist die biologische Abfallbehandlung eine sinnvolle Verarbeitung. In einem kontrollierten Faulprozess wird Biogas gewonnen, das als Energieträger benutzt wird.

Oder im Detail: Die Abfallprodukte der Lebensmittelindustrie (biogene Abfälle, Gastroabfälle, überlagerte Lebensmittel, Retouren aus dem Detailhandel oder Fehlproduktionen) werden in die Co-Substratannahmestelle angeliefert, wo sie mittels Hammermühlen zerkleinert und Verpackungs- und Fremdstoffe ausgesiebt werden. Über einen Vorlagebehälter werden die Stoffe in den Vorfaulraum verbracht. Schon dort erzeugen sie Abwärme, die mittels Wärmerückgewinnung als Energie genutzt wird. Im Nachfaulraum schliesslich entsteht Biogas, das über eine Gasreinigung in den Gasometer geleitet und in einem Blockheizkraftwerk verarbeitet wird. Die Gasverwertung erfolgt durch Blockheizkraftwerke, die - um das Wärmerückgewinnungspotenzial maximal auszunutzen - mit zusätzlichen Luft/Wasser-Wärmepumpe ausgerüstet sind. Das anfallende Biogas wird im Blockheizkraftwerk verstromt. Die entstehende Abwärme wird als Prozesswärme in der Schlammfaulung und Schlammtrocknung vollumfänglich genutzt.

Ensemble AVA

Weitere von uns gestalterisch betreute Bauten auf der Anlage sind:

  • Stapelmischbehälter
  • Infopavillon
  • Trafostation
  • Elimination von Mikroverunreinigungen
  • Das neue Konglomerat

    links der bestehende, neu gefasste Anlieferungsturm, rechts der Lageranbau, der ein bestehendes Becken als Fundament nutzt

  • 1) Trafostation 2) EMV 3) Pavillon 4) Cosubstratannahme 5) Stapelmischbehälter
  • Die erweiterte und sanierte Cosubstratannahmestelle

    ganz links der Lagerneubau, mittig der neue und rechts der bestehende Anlieferungsturm

  • Anbau Lager

    Das Lager wurde über einem bestehenden Becken errichtet und nutzt dieses als Fundament

  • Fassadenausschnitt

    Südwestliche Gebäudeecke

  • Anbau Lager

    Das Lager wurde über einem bestehenden Becken errichtet und nutzt dieses als Fundament

  • Südwestfassade
  • Südostfassade
  • Alt- und Neubau

    im Vordergrund die umgebaute, bestehende Anlieferung, rechts das neue Lagergebäude

  • Anlieferungsturm

    Der neu gefasste Anlieferungsturm stellt den Fluchtpunkt der Haupterschliessungsachse des Areals dar.

  • Fassadendetail

    Der Schieber ist für das unter dem Neubau liegende, bestehende Becken

  • Details Fassade

    Ein grosser Teil unserer Arbeit betrifft die Fassadenhülle der technischen Bauten

  • Fassadenmuster

    Die beiden Türme sowie die niedrigen Gebäudeteile erhalten jeweils leicht unterschiedliche Farbabstufungen

  • Sockeldetail 1

    Die Haltbarkeit der Holzlatten wird durch den abgeschrägten Sockel erhöht (Spritzwasser, Schnee)

  • Sockeldetail 2

    Die Haltbarkeit der Holzlatten wird durch den abgeschrägten Sockel erhöht (Spritzwasser, Schnee)

  • Fassadendetail

    Der Lagerneubau wurde über einem bestehendes Becken errichtet und nutzt dieses als Fundament

 

 
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