Das Grosse und das Kleine

Es handelt sich bei eine CoSubstratannahmestelle im Wesentlichen um eine Maschine im Format eines Gebäudes. (Mehr dazu hier oder auf der Seite der AVA Altenrhein.) Die zu schützenden Maschinen und die technischen Bedingungen – etwa die Kipphöhe eines Lastwagens – führte zu einer skulpturalen Volumetrie, die mittels einer Holzfassade gegliedert und gestaltet und so ins architektonische Gesamtkonzept der AVA Altenrhein integriert wird.

Auf der anderen Ende der Massstabsskala arbeiten wir mit Abwurfsblechen, die als Simse ausgebildet sind, mit kleinen Rundungen bei den Dachabschlüssen, mit zweifarbigen Lasuren auf dem Holz oder mit Auslässen der Hinterlüftung, die wie ein gezahntes Abschlussfries den Baukörper gegen oben beendet.
Und für den Übergang von Holzfassade zu Betonsockel haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Als wir diese Stelle mit dem Holzbauer besprochen haben, meinte dieser zum Gefälle der Krone des Betonsockels: „Je steiler, desto besser für das Holz.“ Dies, weil weniger Schnee liegen bleibt und der Regen weniger stark an die Unterseite der Holzlatten spritzt.

Affirmativ haben wir uns daher entschieden, dieses holzbautechnische Detail zum gestalterischen Prinzip zu machen. Mit einem 45°-Winkel oder, wenn man so will, einer extrem grossen Dreikantleiste, schliesst der Sockel nach oben ab. Die Holzlatten werden unten entsprechend angeschnitten und verzahnen sich so optisch mit dem Betonsockel. Besonder schöne Details entstehen dort, wo die horizonalte 45°-Schräge mit der kleineren, vertikalen Dreikantleiste zusammentrifft.